So werden brüchige Nägel wieder geschmeidig

Nägel splittern, reißen ein oder lösen sich schichtweise ab, wenn sie wiederholt belastet werden. Langes Arbeiten mit Wasser oder Reinigungsmitteln belastet die Nägel. Auch grobe Nagelpflege zählt dazu. Schützen Sie die Nägel und kürzen Sie sie vorsichtig. Cremen Sie sie regelmäßig ein.

Creme pflegt trockene Nägel und die Haut rundherum, repariert eingerissene Stellen aber nicht dauerhaft. Der beschädigte Nagelteil muss herauswachsen. Mit sanfter Pflege beugen Sie weiteren Rissen und Absplitterungen vor.

Nägel vor Wasser schützen

Wenn Nägel oft oder lange mit Wasser in Kontakt kommen, werden sie strapaziert. Reinigungsmittel belasten sie zusätzlich. Tragen Sie deshalb beim Spülen und Putzen Haushaltshandschuhe. Wenn Ihre Hände darin leicht schwitzen oder die Handschuhe innen feucht werden, können dünne Baumwollhandschuhe darunter helfen.

Auch häufiges Händewaschen kann die Nägel strapazieren. Trocknen Sie die Hände danach gut ab und cremen Sie sie ein. Bei Arbeiten mit Reinigungs- oder Desinfektionsmitteln lohnt es sich, den Kontakt möglichst gering zu halten und die Hinweise auf dem jeweiligen Produkt zu beachten.

Nach dem Waschen eincremen

Cremen Sie Hände, Nägel und Nagelhaut nach dem Waschen ein. Abends können Sie die Pflege noch einmal gründlich auftragen. Sie können eine Handcreme mit Glycerin, Harnstoff oder Panthenol verwenden. Wichtig ist, dass Sie sie regelmäßig auftragen und gut vertragen.

Nagelöl kann die Nagelplatte und die Haut am Nagelrand pflegen. Es ist jedoch nicht belegt, dass ein bestimmtes Öl brüchige Nägel heilt. Auch nach dem Entfernen von Nagellack hilft Creme, trockene Nägel und Nagelhaut zu pflegen.

Schonend kürzen und feilen

Halten Sie die Nägel eher kurz, damit sie im Alltag weniger leicht hängen bleiben oder einreißen. Kürzen Sie sie vorsichtig und glätten Sie raue Kanten mit einer Feile. Gehen Sie vorsichtig vor, egal ob Sie eine Schere oder eine Feile verwenden. Kürzen oder feilen Sie einen eingerissenen Nagel nicht hastig.

Schneiden oder schieben Sie die Nagelhaut nicht aggressiv zurück. Sie schützt den Bereich, an dem der Nagel wächst. Verwenden Sie Ihre Nägel nicht als Werkzeug, zum Beispiel zum Öffnen einer Dose. Dafür eignet sich ein passender Gegenstand besser.

Nagellack und Härter abwägen

Nagellackentferner können die Nägel austrocknen. Gönnen Sie ihnen bei zunehmender Brüchigkeit eine Pause von Lack und Entferner und cremen Sie sie nach dem Entfernen ein. Nagelhärter reparieren brüchige Nägel nicht zuverlässig. Wenn sie den Nagel steifer machen, bricht er leichter.

Künstliche Nägel eignen sich ebenfalls nicht dazu, brüchige Nägel zu behandeln oder zu verdecken. Wenn Ihre Nägel bereits splittern, ist schonende Pflege die bessere Wahl.

Nahrungsergänzung nicht auf Verdacht nehmen

Brüchige Nägel bedeuten nicht automatisch, dass ein Nährstoff fehlt. Eisen- oder Zinkmangel kommen als Ursachen infrage, lassen sich aber nicht allein am Aussehen der Nägel feststellen. Lassen Sie einen vermuteten Mangel ärztlich abklären, bevor Sie solche Präparate einnehmen.

Biotin wird in Produkten für Haare, Haut und Nägel beworben. Bei ansonsten gesunden Menschen ist der Nutzen von Biotin nicht gut belegt: Die positiven Studien waren klein und verglichen Biotin nicht mit einem Scheinpräparat. Wer Biotin einnimmt, sollte medizinisches Fachpersonal vor einer Blutuntersuchung darüber informieren: Biotin kann bestimmte Laborwerte verfälschen.

Nagelveränderungen ärztlich abklären lassen

Lassen Sie Nägel ärztlich untersuchen, wenn die Brüchigkeit anhält oder die Nägel sich deutlich in Farbe oder Form verändern. Auch Schmerzen oder Schwellungen sind Gründe für eine Abklärung. Dasselbe gilt, wenn sich der Nagel ablöst. Das gilt besonders, wenn Sie noch weitere Beschwerden haben.

Hinter Nagelveränderungen können neben äußeren Belastungen auch Hauterkrankungen stecken. Infektionen und Verletzungen kommen ebenfalls infrage, ebenso andere gesundheitliche Ursachen. Eine Untersuchung hilft, die passende Ursache zu finden, statt auf eigene Faust Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen.

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