Heilsame Schwedenkräuter: Kräuterbitter selbst ansetzen

ID-100286027Das Hausmittel Schwedenkräuter – was steckt eigentlich hinter der Wundertinktur? Gegen welche Gebrechen hilft der Schwedenbitter und wie kann man ihn selbst herstellen?

Schwedenbitter: die Inhaltsstoffe

Man unterscheidet zwischen kleinem und großem Schwedenkräuter. Das Grundrezept besteht aus circa 100g Kräuter (unter anderem Enzian, Wermut, Safran, Myrrhe, Kampfer, Angelika, Sennes und Rhabarber) in 1,5 Liter Doppelkorn. Der große Schwedenbitter beinhaltet etwa 190g Kräuter in 2,5 Liter Alkohol. Wesentlicher Unterschied sind Tonerde und Kieselerde, sowie zusätzliche Kräuter (Muskat, Bibergail, Kalmus). Jede Rezeptur variiert die Mengenverhältnisse und die einzelnen Inhaltsstoffe.

Wirkung bei gesundheitlichen Beschwerden

Äußerlich als Umschlag angewendet soll verdünnter Schwedenbittergegen Verletzungen, Brandwunden, Narben, Akne, Muskelzerrungen und Krämpfe, Kopfschmerzen und Schwindel sowie Entzündungen, Beulen und Rheuma helfen. Unverdünnt wird er auf Warzen und Hühneraugen aufgetragen. Ein Teelöffel Schwedenbitter getrunken in einem Glas Wasser soll Appetitlosigkeit, Erkrankungen des Verdauungstraktes und der inneren Organe, Grippe, Halsschmerzen und Fieber, Gicht, Neurodermitis, Menstruationskrämpfe, Zahnschmerzen und Schlaflosigkeit sowie Müdigkeit lindern.

Schwedenkräuter ansetzen

Die Kräuter sind einzeln oder in fertigen Mischungen in Apotheken, im Reformhaus oder im Fachhandel erhältlich. Mit dem Korn aufgefüllt, sollte die Tinktur unter täglichen Rühren oder Schütteln an einem warmen Ort mindestens zwei Wochen ziehen. Die Mischung danach durch einen Kaffeefilter gießen und in dunkle Flaschen abfüllen.

Grete Flach war die unerreichte Kapazität und begnadete Lehrmeisterin im Gesundheitswesen auf dem Gebiet der Pflanzen und Kräuterheilkunde – ohne jede Chemie. Durch ihr hohes Wissen und Können hat sie auf allen Kontinenten Bekanntheit erreicht und tausende oft totkranker Menschen wieder völlig gesund gemacht, wo oft alle ärztliche Kunst keine Wirkung mehr zeigte. Auf der Webseite www.greteflach.de finden Sie ausführliche Informationen zum Leben der Büdinger Kräuterfrau.

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